PindeX: Ein MCP-Server, der Claude Code gezielt mit Code versorgt
Wer mit Claude Code an großen Codebases arbeitet, stößt schnell an Kontextgrenzen. PindeX indiziert das Repository mit tree-sitter und liefert dem Assistenten nur die Symbole, die er wirklich braucht.
Zur Projektseite PindeXnpmjs.com/package/pindex
Claude Code versteht Code gut – solange die relevanten Dateien in den Kontext passen. In Monorepos mit Hunderten Dateien wird es eng: Der Assistent liest ganze Dateien ein, obwohl nur eine Funktion gebraucht wird. Das kostet Token, verlängert die Antwortzeiten und belastet lange Sessions.
Die Idee: weniger Dateien, mehr Wissen
PindeX ist ein MCP-Server (Model Context Protocol). Er parst dein Repository, legt Symbole, Importe, Aufrufe und Dokumentation in einer lokalen SQLite-Datenbank ab und stellt Claude Code gezielte Abfragen bereit. Statt „Lies die ganze Datei, in der useUserProfile definiert ist“ heißt es dann: „Gib mir die Signatur von useUserProfile.“
- Zwölf Sprachen: TypeScript, JavaScript, Python, Java, Kotlin, Go, Rust, C#, PHP, Ruby, Vue und Svelte – TypeScript und JavaScript über tree-sitter, die übrigen über regex-basierte Extraktoren
- Index bleibt bei Dateiänderungen aktuell, ohne kompletten Neu-Scan
- SQLite-Index, läuft komplett lokal, ohne Cloud
- Abfragen für Symbolsuche, Signaturen und Ausschnitte, Aufrufer, Call-Pfade und Datei-Überblick
- Einrichtung per Befehl im Projektordner oder als Claude-Code-Plugin
Was es bringt
Im eigenen Realism-Benchmark (Sonnet 4.6, N=1, je sechs Q&A-Aufgaben) hat PindeX auf zwei TypeScript-Codebasen 18 bzw. 19 % Token gespart. Am meisten bringt es bei Fragen über Abhängigkeiten und mehrere Dateien; bei einfachen Symbol-Lookups ist es etwa ausgeglichen.
Weniger Daten an das Sprachmodell zu schicken ist keine Magie, sondern Hygiene. MCP macht es einfach, dem Assistenten genau das zu geben, was er braucht.
Installation
Du installierst PindeX über npm (npm install -g pindex) und führst im Projektordner pindex aus. Das legt die .mcp.json, einen Abschnitt in der CLAUDE.md und die Claude-Code-Hooks an. Alternativ installierst du PindeX als Claude-Code-Plugin. Nach einem Neustart von Claude Code baut der Server den Index und hält ihn aktuell.
Der Quellcode liegt auf GitHub unter github.com/phash/PindeX.
Technik
- TypeScript
- Node.js
- SQLite
- tree-sitter
- Model Context Protocol
Häufige Fragen
Was ist MCP genau?
Das Model Context Protocol ist ein offener Standard, über den LLM-Clients wie Claude Code externe Tools und Datenquellen strukturiert ansprechen. Ein MCP-Server bietet Tools und Ressourcen an, die der Client bei Bedarf aufruft.
Ab wann lohnt sich PindeX?
Als Faustregel ab etwa 40 Dateien mit im Schnitt 150 Zeilen. Darunter überwiegt der Overhead der Tool-Definitionen.
Welche Sprachen werden unterstützt?
TypeScript, JavaScript, Python, Java, Kotlin, Go, Rust, C#, PHP, Ruby, Vue und Svelte. TypeScript und JavaScript laufen über tree-sitter, die übrigen über regex-basierte Extraktoren.
Kostet PindeX etwas?
Nein. PindeX ist Open Source unter der MIT-Lizenz.
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